Wenn man tagelang Zeit hat eine Stadt zu erkunden, fühlt sich das wirklich gut an! Letztes Mal waren wir mit Luis als 5 Jährigem hier, hatten auch zwei Tage oder so, aber irgendwie war das gehetzter. Dieses Mal haben wir nicht alles im Vorwege geplant, uns manchmal treiben lassen und auch mal eine Stunde im Cafe gesessen und Wein getrunken. Herrlich!
New Orleans selbst fühlt sich auch wirklich gut an. Es könnte daran liegen, dass wir hier das Gefühl von Zivilisation und Struktur haben (das sage ich VOR Halloween heute Nacht, da werden wir mit Sicherheit ein anderes Gesicht sehen)!
Unser Stellplatz ist zehn Autominuten ausserhalb des Zentrums, wirklich hübsch, aber umgeben von Industrie, kaputten Gebäuden, alten Bahngleisen und Schlaglöchern, so dass wir erst dachten, wir seien komplett falsch. Wir fahren täglich mit dem Jeep in die Stadt und haben einen Parkplatz für 5 Dollar für 10 Stunden gefunden, worüber wir sehr glücklich sind. Die Idee die Stadt mit den Rollern zu erkunden ist allerdings absolut undenkbar.
Am ersten Abend sind wir auch gleich auf den Swutsch, haben gut gegessen und Gerrit hat sich in eine große Flasche "Big Ass Beer" verliebt! Hier darf man mit Alkohol auf der Straße spazieren gehen, was bei uns in Maryland verboten ist. Also, hat er sich eine Flasche gekauft und hatte dann Schwierigkeiten, sie auszutrinken. Da waren die Augen wohl größer als der Bierdurst! Wir haben eine wirklich gute Live-Band gehört, die alles mögliche an Rock nachgespielt hat, was man sich gewünscht hat. Bon Jovi, Metallica und sogar Journey! Allerdings haben wir den Altersdurchschnitt der Altrocker im Publikum deutlich hochgezogen...
Tagsüber laufen wir meilenweit durch die Stadt, haben dieses Mal auf eine Mississippi-Fahrt mit dem Raddampfer verzichtet, auch Kutsche oder Hop-on/Hop-off sind wir nicht gefahren. Natürlich haben wir Beignets im Cafe du Monde gegessen, sind durch den Louis Armstrong Park spaziert, haben den French Market durchstöbert, sind mit der Bim gefahren und haben uns hundertausend hübsche Häuser im Garden District angeschaut! Außerdem haben wir in einer Kochvorführung die Geheimnisse von einem guten Gumbo, Jambalaya und Pralinen kennengelernt. Die Pralinen haben allerdings so gar nichts mit europäischen Pralinen zu tun, sondern sind eine erkaltete Zuckermasse mit Pecan Nüssen. Hm... egal, nun sind wir schlauer, mit einer Würzmischung und einem Kochlöffel aus New Orleans ausgestattet.
Heute wollen wir einen Jazz Brunch besuchen, den New Orleans Cocktail Sazerac testen und uns dann in das nächtliche Getümmel stürzen. Mal sehen, wie das so wird, ich berichte übermorgen darüber, denn morgen haben wir noch ein Festival vor uns, da habe ich keine Zeit zu schreiben.
Happy Halloween everyone!














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