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Sazerac, Feuer, Zydeco und Breitmaul-Barsche

So, die Zeit in New Orleans ist vorbeit, wir sind weiter gezogen. Aber kurz noch zurück zum letzten Tag in Nola:

 

Der erhoffte Jazz Brunch hat sich als Touri-Nepp herausgestellt: schönes, altes Gebäude, romantischer Innenhof, aber ein Abfress-Buffet, lange Schlangen, eine Bedienung, die nicht nur Schwierigkeiten hatte zwei Kaffeetassen auf dem Tisch abzustellen und eine Jazzband, die zwei Lieder spielte und sich dann eine Pause von 30 Minuten gönnte. Falls jemand von euch nach Nola fahren sollte, aus unserer Sicht kann man sich einen Besuch im "Court of two sisters" sparen.

 

Monsieur Sazerac hat dann einiges wieder heraus gerissen für uns. Eine relativ neue Attraktion ist das Sazerac-Museum, das die Historie des offiziellen New Orleans Cocktails darstellt, drei Cocktail Proben und eine selbst geführte Tour bietet. Alles für 0 Dollar, aber jeder fühlt sich verpflichtet nachher im Shop etwas zu kaufen. Für uns kein Problem, denn Alkohol geht fast immer ;-)! Mir hat besonders gut gefallen, dass man sich Mühe gegeben hat mit Videos, interessanten Erklärungen und interaktiven Tafeln. Alles war super aufgeräumt und organisiert - hatten wir auf dieser Reise auch schon ganz anders in Museen erlebt.

 

Der Halloween-Abend hat dann richtig Spaß gemacht, wahrscheinlich auch, weil wir rechtzeitig die Kurve bekommen haben und vor den sehr späten Abendstunden wieder zuhause waren. Ich war als Feuer verkleidet (ganz simpel, ohne Tamtam, Gerrit noch simpler mit einem T-Shirt als Feuerflüsterer). Wir gingen also fröhlich los, plötzlich rief jemand hinter mir "Feuer!" - natürlich auf Englisch. Ich also, "äh, watt?" Es folgte noch einmal "Feuer!" Dieses Mal kam schon ein Anflug von Panik in mir auf. Ein drittes Mal "Feuer!" und die Synapsen funkten: die gute Dame meinte MICH! Ich habe mich also umgedreht und da stand sie: meine Flammenpartnerin in einem ähnlichen Kostüm! Gerrit hatte bis dahin übrigens nichts mitbekommen. Warum sollte man sich auch umdrehen, wenn jemand Feuer schreit?! Egal, ein Foto von mir und ihr könnt ihr weiter unten sehen.

 

Der Abend war toll und wir haben viele interessante Kostüme, halbnackte alte Brüste und einige Hasch-beglückte Menschen gesehen. Das Getümmel war nicht riesengroß und wir haben uns jederzeit sicher und gut gefühlt.

 

Am nächsten Tag haben wir Grobi in einer LKW Waschanlage von sehr freundlichen Menschen waschen lassen. War auch notwendig, den ganzen Sand, Matsch und Lehm aus dem Wald abzukriegen. Und wo in der Welt bedanken sich die Mitarbeiter der Waschanlage anschließend schon dafür, dass sie dieses tolle Monster waschen durften und bitten uns, noch mehr von uns Overlandern zu schicken! Mein Tag und 30 Minuten Wartezeit waren gerettet.

 

Über die Brücke zurück haben wir dann hier in Slidell Camp bezogen, um das Zydeco-Festival mitzuerleben. Das ist eine Musikrichtung, die hier sehr beliebt ist, viel Akkordeon, Waschbrett und schnellere Rhythmen hat. Die Menschen tanzen auch Linedance dazu und für mich war es ein Ohren- und Augenschmaus, endlich mal Leute auf einem Festival zu sehen, die auch noch zu guter Musik tanzen. Gerrit war nicht ganz so angetan, ihn erinnerte das ganze ein bisschen an Ska und an eine Silvester-Bootsfahrt mit stundenlangem Ska (Petra, du weißt, welches Silvester wir meinen!). Ein kurzes Video könnt ihr auf dem Travelmap Post sehen.

 

Unser Camp hier ist mal wieder über Harvest Host und ein wirklich schöner Platz, so dass wir uns entschieden haben, eine Nacht zu verlängern und einfach nur rumzugammeln. Naja, wir wollten eigentlich SUP fahren, aber mir war das Wasser dann doch zu kalt. Gerrit hatte also Zeit zu angeln und hat nach drei (!) Fischen von mir das Abzeichen des "Im-Notfall-Selbstversorgers" bekommen, denn wir haben die Fische natürlich abends gegessen. Die Fische waren Schwarzbarsche, hier Largemouth Bass genannt, und wir haben tatsächlich in dem größten von ihnen auch noch einen kleinen Fisch im Maul stecken gehabt! Also, Gerrit ist glücklich, unser Bauch ist voll und wir bleiben in den nächsten Tagen in der Küstenregion, um uns noch mehr Köstlichkeiten aus dem Wasser hinzugeben.

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Kommentare: 1
  • #1

    Nadja (Mittwoch, 05 November 2025 11:02)

    Felix wäre sooo gern dabei gewesen beim Angeln und spricht immer noch davon, wie gern er bei unserem Angeln mit Euch einen Barsch gefangen hätte � Müssen wir also irgendwann einen weiteren Versuch starten � �