Schon einmal vorweg: Entschuldigung für die vielleicht etwas zu vielen Bilder weiter unten von demselben Motiv! Ich war einfach so begeistert von der Atmosphäre gestern Abend auf der Plantage...
Unser aktueller Stellplatz hat uns auf eine ehemalige Zuckerrohr-Plantage und Siedlerhaus südlich von Baton Rouge geführt. Hier konnten wir mit Grobi übernachten und das Haus, die Gärten, das Restaurant und die Bar erkunden. Haben wir natürlich auch alles gemacht! Die Gärten sind wirklich sehr hübsch angelegt und wir durften sogar zum Sonnenuntergang (gegen 17 Uhr) mit einem Cocktail in der Hand im echten Glas (!) spazieren gehen. Das Haus reflektierte vom ersten Bewohner im alten Siedlerhaus, das noch erhalten ist, bis hin zu dem Klotz, den ihr hier seht, die verschiedenen Eigentümerr und Bauphasen. Sehr interessant und wir standen tatsächlich auf Holzbohlen von 1791! Das Haus wurde in verschiedenen Filmen als Kulisse verwendet und in "Hush, hush, sweet Charlotte" mit Bette Davis kullert sogar ein Kopf die freihängende Treppe herunter, die wir hinaufgestiegen sind. Ich konnte Gerrit nach "to kill a Mockingbird" und "die Katze auf dem heißen Blechdach" nicht wieder zu einem alten Film aus den 60ern überreden, so dass ich euch nicht erzählen kann, wessen Kopf das war... Wir haben statt dessen "Interview mit einem Vampir" gesehen und uns daran erinnert, dass der Film gar nicht so gut war....
Zu den Gebäuden hier gehören auch Garconnieren, die als Bar umgebaut waren, und das Wagenhaus, das ein Restaurant beherbergt. Wir haben gegessen und getrunken und dabei Jazz gehört. Das war sehr schön und ich musste bei der Musik natürlich an meine alte Stepplehrerin, Renate, denken. Ich glaube, sie war häufiger in New Orleans oder Louisiana allgemein damals und hat uns immer neue Schritte oder Rhythmen von hier mit gebracht (Insa und Dorin werden sich erinnern ;-)).
Die Tage vorher haben wir um Houma herum verbracht, was die Crawfish Hauptstadt von Louisiana ist. Allerdings sind wir noch Off-Season und so konnten wir nur Royal Reds genießen. Oh mein Gott, waren die gut!! Sie werden König der Krabben hier genannt und jeder von uns hat ein Pfund davon vernascht. Fotos davon weiter unten. Eventuell bekommen wir kurz vor Thanksgiving noch einmal irgendwo Crawfish, dann fängt die Saison wieder an.
Neben Crawfish hatten wir uns hier auch Sumpf versprochen und wurden leider auch ein wenig enttäuscht: der Jean Lafitte Nationalpark hat tatsächlich auch wegen des Government Shutdowns die Sümpfe geschlossen (!) und einfach Ketten vor die Parkplätze gehängt. Hat uns und einige andere aber nicht davon abgehalten, eben woanders zu parken und trotzdem die Wege durch den Sumpf zu benutzen. Leider mussten wir ein paar Mal abbrechen und zurückkehren, weil sie natürlich schlechter erhalten waren und damit die natürlichen Bewohner wieder mehr übernommen haben. An sich kein Problem, für mich aber eben schon, da dies vornehmlich Spinnen waren! Die Netze sind mitten über die Wege auf Kopfhöhe - manchmal auch höher - gesponnen und ich konnte unter den ganz hohen durchrennen, aber eben nicht unter allen anderen durchkriechen. Egal, wir konnten ein bisschen was sehen, ein Gürteltier beim Schnüffeln stören und ein paar Schritte auf meiner Uhr sammeln. Morgen werden wir eine gebuchte Sumpftour mit dem Boot machen.










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Dorin (Sonntag, 09 November 2025 19:07)
Das Haus ist toll!!!�
Und die Spinnen... uäh, warum tut man sich so was an?! ��
Und ja, natürlich, Renate bleibt unvergessen. �❤️
�