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Sümpfe und scharfe Schoten

Auf dem Weg in den Sumpf haben wir einen Zwischenstopp in Baton Rouge gemacht. Das ist immerhin die Hauptstadt des Staates Louisiana und beherbergt nicht nur ein, nein sogar zwei Capitols - ein altes, schönes und ein neues, das uns an das Empire State Building erinnert hat. Außerdem ist hier die Louisiana State University, LSU, beheimatet - natürlich nicht sonderlich beliebt bei uns neuen FSUlern (Florida State University), weshalb wir sie auch keines Blickes gewürdigt haben! 

 

Weiter ging es nach Lafayette, genauer erst einmal nach Breaux Bridge, wo wir einen Harvest Host gefunden haben, der auch Sumpftouren anbietet. Sehr interessant die Tour, schöner Stellplatz und 9km Rundweg um den See Lake Martin, den wir natürlich gegangen sind, um noch mehr Aligatoren zu entdecken. Der Sumpf wird gerade künstlich abgelassen, um ein bestimmtes Gras, das zu viel wuchert, zu vernichten. Im Frühling werden die Schleusen dann wieder geschlossen und das Wasser steigt wieder. Man kann das an den Bäumen auf den Fotos sehen, die noch Wassermarken von vor ein paar Wochen haben. Eine Woche später und wir hätten eine sehr kurze Sumpftour auf dem See gemacht ;-)... Swamp ist übrigens ein indigenes Wort und bedeutet "Floating Forest", sagte uns der Bootsführer. Finde ich total passend, denn: wo viele Bäume, da ja wohl auch ein Wald! Auf unserem Rundweg sind wir nicht nur einem größeren Aligator direkt neben unserem Weg begegnet, sondern haben auch noch einen in einem Abwasserkanal neben einer Hauseinfahrt gesehen. Insgesamt sollen 2000 dieser Exemplare in dem See/Sumpf leben. Die Nacht im Sumpf war friedlich, wenn auch windig, wir haben nur Eulen und frühe Fischer gehört.

 

in Lafayette haben wir uns das Acadian Village und die Tabasco Fabrik auf Avery Island angeschaut. Beides wirklich gelungene Ausstellungen und Besuche, die Spaß gemacht haben. Die Acadians sind die französischen Kanadier, die von den Engländern vertrieben wurden und in Louisiana ihre neue Heimat gefunden haben. Cajun stammt von dem Wort Acadian. Einiges in dem nachgestellten Dorf mit original Häusern und Gegenständen hat mich an Hamlesch erinnert. Auf dem Weg zur Tabasco Fabrik sind wir an etlichen Brandwolken vorbeigekommen und haben gelernt, dass die Zuckerrohrfelder hier abgebrannt werden. 

 

Tabasco selbst war auch beeindruckend. Die Amis haben wirklich keine Schwierigkeiten damit, dich überall hin zu lassen, du darfst Fotos machen und jeder freut sich, wenn er dir etwas zeigen darf. Das haben wir schon bei der aktiven Baumwollfabrik gesehen und hier war es genauso. Wir haben eine self guided Tour gemacht, Crawfish Etouffee und Pommes gegessen, und sind mit dem Auto durch die "Gärten" und Natur des Eilands gefahren. Die Pommes waren gut als Basis für die verschiedenen Tabasco Soßen und ich habe auch die schärfste davon probiert. Ging mir nicht gut danach, aber was sein muss, muss sein! Die "Insel" liegt von Bayous (langsam fließende Flüsse), Zuckerrohr und Dschungel umgeben, hat sogar eine leichte Erhebung und ein eigenes Salzbergwerk!! Insgesamt sehr schön angelegt und schon beeindruckend, dass dieser Betrieb seit 1868 ein Familienbetrieb ist.

 

Das Wetter hier hat sich übrigens mal kurz entschieden, Winter zu spielen und wir haben die letzten zwei Tage gerade so 17 Grad tagsüber, Reif am Morgen gehabt, nachdem wir im Sumpf noch bei 30 Grad spazieren gegangen sind. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Lydia (Donnerstag, 13 November 2025 09:14)

    Von Gerrits Sprung auf den Baum hätten wir auch gern ein Video gesehen ....