So, wir haben auf unserem Weg in den Norden tatsächlich ein kulturelles Highlight neben Seen, Angeln und Chillen gefunden! Die "Cirque Mechanics Tilt" sind Artisten, die eine Art Cirque de Soleil auf der Bühne mit Hauptdrehort in einem Vergnügungspark sind. Wir sind durch Zufall darauf gekommen (Gerrit hat sie gefunden!), nachdem wir gucken wollten, was man so in Shreveport machen kann. Leider waren keine Fotos oder Aufnahmen im Theater erlaubt, aber wir saßen in der ersten (!) Reihe in einem zu einem Viertel gefüllten 100jährigen Theater: The Strand. So konnte ich ohne Brille, dafür aber hautnah erleben, wie eine lebensmüde Artistin kopfüber an der Stange runtersauste, um kurz vorher zu stoppen! Ich hätte vor Schreck fast meinen Rotwein ausgespuckt, den man hier in jeder Vorführung, die wir bisher sehen durften, mit in den Saal nehmen darf - leider nur im Plastikbecher...
Für uns war diese Show ein sehr schönes Erlebnis auf der Reise und definitiv DAS Highlight des Nordens. Außer "Fishnnn and Huntnnn" gibt es hier nicht viel zu tun und sehen. Wir haben also unseren Aufenthalt im Norden Louisianas genutzt, um noch einmal an Seen zu entspannen, unser erstes Lagerfeuer zu machen und die Seele baumeln zu lassen. Wir sind keine Jäger, also hat sich Gerrit auf das Angeln beschränkt, was allerdings wieder sehr erfolgreich war. Am Toledo Bend, einem großen mit Texas geteilten Reservoir, konnten wir nicht nur noch einmal unsere SUPs herausholen (bei 27 Grad), sondern durften auch zufälligerweise direkt unter den zukünftigen Nestern von Adlerpärchen wohnen. Die Amis sind komisch: manchmal preisen sie Dinge so an und dann ist es Augenwischerei, und hier haben sie komplett verpasst, diesen Ort als Adler-Beobachtungsstätte zu kennzeichnen! Es war einfach toll - gerade für mich großen Raubvogel Fan - die Adler zu sehen, zu hören und mit ihnen gemeinsam nach Fischen Ausschau zu halten. Ich bin allerdings froh, dass sie Gerrit, als er erfolgreich mit einem Riesenbarsch zurückkam, nicht die Beute abgeluchst haben!
Auf dem Weg haben wir auch noch Natchitoches angeschaut, das Nakatosh oder Nakatush ausgesprochen wird. Hier wurde der Film "Magnolien aus Stahl" gedreht, den wir natürlich auch sehen mussten und wo ich (natürlich) Rotz und Wasser geheult habe... Naja, das Haus der Familie ist nett, aber ein aktives B&B, so dass wir nicht hinein geschaut haben. Das Städtchen selbst ist allerdings sehr niedlich mit einer Einkaufsstraße direkt am Fluss "Cane River". Es war alles bereits für die Feiertage hergerichtet und viele Lämpchen und Leuchten aufgebaut. Wir waren jedoch eine Woche zu früh für das Anschalten der Beleuchtung. Egal, nicht gewusst, nicht gesehen, dafür haben wir spontan eine Flussfahrt auf einem Miniraddampfer gemacht und uns über die herbstliche Landschaft gefreut. Außerdem ist bei 25 - 28 Grad eh nicht wirklich an Weihnachten zu denken.
Ein Video zu den Adlern und weitere Fotos wie immer auf Travelmap, hier unten nur ein paar Ergänzungen.









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