Also, die Wiederansiedlung der Bisons hier in Oklahoma vor ca. 100 Jahren hat definitiv Erfolg gehabt! Wir waren jetzt in der Tallgrass Prairie Preserve (nicht der National Park, der ist in Kansas) und haben abermals Glück gehabt, gleich mehrere Herden zu sehen. Glücklicher Weise ist der Frühling auch noch die schönste Zeit für diese Tierchen, weil sie alle Junge haben. Ich konnte gar nicht genug bekommen vom Fotografieren und Beobachten!
Wir haben also einen schönen Tag damit verbracht, meilenweit durch den Park zu fahren, sind aber auch den Wiesenweg im Park zu Fuß gegangen. Wunderschöner Weg durch saftiges Gras - hat uns allerdings auch mehrere Zecken eingebracht, die wir dann abends entdeckt haben...
Nach dem Prairie Aufenthalt ging es weiter nach Ponca City, wo ich eigentlich ein Pow Wow besuchen wollte. Es war auch öffentlich zugänglich wurde uns versichert, als wir jedoch gestern Abend hingefahren sind, sah es nach so einer kleinen, intimen Familienveranstaltung eines oder mehrerer Stämme aus, dass ich unseren Besuch abgeblasen habe. Die Ponca und anderen Stämme hätten uns sicherlich willkommen geheißen, aber es fühlte sich irgendwie nicht richtig an, alle Augen und Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Gerrits Kommentar dazu: "Da ist sie wieder: Fump, und weg ist der Kopf!". Er denkt dann immer an einen Strauß, der seinen Kopf in den Boden steckt... Egal, wir werden schon noch einmal eine größere und wirklich öffentlich gedachte Veranstaltung finden!
Wir haben uns in Ponca City das Haus eines Ölbarons / Gouverneurs von Oklahoma, E.W. Marland, angeschaut, das sehr beeindruckend war. Schönes Haus, leider nur kurz von ihm bewohnt, weil er sich damit wohl doch finanziell übernommen hat. Komisch war auch, dass er die Tochter der Schwester seiner verstorbenen Frau (also seine Nichte) zuerst adoptiert hat, als seine Frau noch lebte, und nach deren Tod dann die Adoption rückgängig gemacht hat, um die Nicht zu heiraten...! Die war dann First Lady des Staates Oklahoma und hieß Lydie ;-).
Aus Langerweile sind wir am nächsten Tag zu den Salt Plains gefahren, die 70 Meilen weit weg waren. Das hat sich allerdings gelohnt, denn wir konnten auf dem Weg das nördliche Oklahoma bewundern, das Getreidefelder ohne Ende hatte, zwischendurch ein paar kleine Ölpumpen und einige Rinder. Wenn wir ein Feld gefunden hätten, das Rinder, Bisons, Öl und Getreide auf sich gehabt hätte, hätten wir Merkmale des gesamten Staates auf einem Fleck gehabt! Die Salt Plains sind kleiner als die in Salt Lake City, aber hier durfte man nach Salzkristallen graben. Haben wir dann natürlich auch gemacht (Gott sei dank fahren wir Jeep und haben immer Equipment für den theoretischen Fall dabei, dass wir im Gelände stecken bleiben - so auch einen Klappspaten!). Gerrit durfte also endlich mal ein Loch buddeln und wir haben den ersten Teil der Google-Anleitung auch befolgt. Leider haben wir dann aufgehört zu lesen und alles falsch gemacht... Aber wir konnten trotzdem einige kleine Kristalle finden und mit nach Hause nehmen. Gerrit war nicht glücklich, er wollte einen großen Kristall finden, hat er aber nicht! Es ist auch eher ein Andenken, als dass wir es wirklich in der Küche verwenden würden, denn es sah auch nach dem Waschen immer noch braun und unappetitlich aus.
Jetzt packen wir unsere Dreckschuhe und gemütlichen Klamotten wieder weg und fahren nach Tulsa.












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Lydia (Montag, 04 Mai 2026 11:22)
Also Lydie finde ich super !!!