Wir sind dem schwül-heißen Sommer in Florida entflohen und sind wieder auf der Reise! Über Umwege durch South-Carolina und Tennessee, haben wir Arkansas durchquert, Grobi in Oklahoma abgeholt und sind durch Kansas weiter nach Colorado gefahren - unser Zielstaat für diesen Monat.
Vorher haben wir in Tennessee stop gemacht und in Nashville den 250. Geburtstag der USA gefeiert. Das war eine Party :-)! Super heiß, voll und permanent Live Musik... Aber wir wussten ja, dass wir demnächst nur Ruhe, Natur und Kälte haben würden. Von wegen! Auf dem gesamten Weg bis gestern Nacht war es brüllend heiß. Obwohl Luis in Nashville noch mit seinem VW Bus mit dabei war, haben wir uns dann auf dem Weg nach Colorado getrennt, weil wir ja noch Grobi holen mussten. In Kansas haben wir uns dann wieder getroffen und wieder getrennt. Auf der Fahrt hatten wir einige Auto-/LKW Erlebnisse und Verluste zu beklagen: In Oklahoma haben wir unseren Ölwechsel bei Grobi gemacht (sind mittlerweile Profis, da Gerrit das Wissen und die Kraft hat und ich die Geduld und die richtige Größe für unter den LKW), in Kansas haben wir unseren Keilriemen zerrissen und Luis seine Auspuff-Aufhängung. In Colorado sind wir dann am Campingplatz angekommen und Luis stellte fest, dass wir das letzte Stück Rohr von wiederum unserem Auspuff verloren hatten. Naja, Keilriemen repariert, Luis Auspuff neu befestigt und bei Grobi kommt das Ganze jetzt eben unterm Fahrzeug statt daneben raus...
Colorado hat uns mit Hitze, Gewittern und Sturm empfangen. Das macht den Himmel und die Farben hier noch besonderer und mit der richtigen Planung von Aktivitäten macht es uns auch nichts aus. Wir fangen im Südosten des Staates, in der Nähe von Colorado Springs an, und werden vermutlich ein wenig Zick-Zack für die nächsten Wochen fahren, da hier an unterschiedlichen Stellen, wo wir hin wollen, Waldbrände toben.
Wir stehen total friedlich und ruhig bei einem Harvest Host und machen von hier aus unsere Ausflüge. Sowohl Grobi als auch der VW Bus haben es auf die Höhe hier (2500m) geschafft, aber man merkte es beiden Fahrzeugen und auch uns selbst an. Daher machen wir langsam, um uns zu akklimatisieren. Heute waren wir auf der höchsten Hängebrücke der USA, der Royal Gorge Bridge. Sie ist 1929 erbaut worden und hat 2013 einen Waldbrand, der über die Schlucht ging, überstanden. Wir sind nur rüberspaziert, aber man kann auch Zip-Lining, eine Gondelfahrt oder eine Schaukel machen. Achja, klettern unter Anleitung hätten wir auch machen können, aber davon waren wir alle drei nicht begeistert und außerdem wollten wir uns ja schonen. Wir sind dann lieber weiter in den stadteigenen Garden of the Gods gefahren, der schon ganz beeindruckende rote Klippen bietet. Überhaupt gibt es hier schon sehr viel zu sehen und zu machen, aber alles kostet relativ viel Geld - so z.B. auch die Brücke heute. Nur um da rüber zu gehen, haben wir 120 USD Eintritt für 3 Erwachsene bezahlt! Daher sparen wir uns einige von den anderen Attraktionen hier. Eine jedoch konnten wir uns nicht nehmen lassen: die höchste asphaltierte Straße der USA. Mittlerweile haben wir herausbekommen, dass sie die zweithöchste ist, aber nur um 15 Fuß niedriger als die höchste. Wenn die Brände es zulassen, versuchen wir in ein paar Tagen auch die höchste Straße, die nur ca. 60 Meilen von Denver entfernt ist. Erstmal gucken wir, wie der Jeep sich morgen auf dieser Höhe macht. Achja, die Höhe: 4302 Meter! Der Gipfel, auf den sie raufführt, heißt Pikes Peak und manch andere Menschen wandern den Weg hoch, fahren mit dem Fahrrad oder rennen einen Marathon rauf... 19 Meilen lang... total absurd für uns ;-). Ich werde berichten, ob es sich gelohnt oder auch überhaupt erstmal geklappt hat.















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