· 

Von Bergziegen und Bier

Nach unserem Tag im Rocky Mountain Nationalpark haben wir unser Kulturprogramm für einen Tag geändert und haben uns Denver angeschaut. Weil 38 Grad vorausgesagt waren (die trockene Hitze hier ist besser ertragbar für uns als in Florida), haben wir uns den Luxus einer Kleinbus-Tour durch die Highlights der Stadt gegönnt. Luis war mit Sicherheit 50 Jahre jünger als der Rest der Gruppe und der Reiseführer war ein Gesangs- und Theaterlehrer einer Highschool. Wir hatten also jede Menge peinlicher Momente, weil er einfach ständig gesungen oder Leute nachgemacht hat, konnten aber immerhin einiges über Denver lernen. Gerrit und ich werden am Ende der Reise noch ein paar Tage in der Stadt verbringen, bevor wir dann von dort aus nach Baltimore fliegen.

 

Höhepunkt, zumindest für Gerrit und mich, war dann der Besuch der Coors Brauerei. Luis darf mit seinen zarten 19 Jahren ja keinen Alkohol verzehren und so haben nur wir zwei die drei (!) Biere trinken dürfen, während wir in einer etwas lieblosen Lounge etwas über die Brauerei gelernt haben. Unser Tip an die Betreiber wäre, sich mal die Guiness Brauerei in Baltimore genauer anzuschauen und ihr Konzept ein bisschen anzupassen. Die ist moderner, die Besucherräume sind toll, es gibt einen Biergarten draußen etc. Bei Coors waren alle freundlich und es war super organisiert, aber eben alles im Charme einer 60er Jahre Fabrik. 

Natürlich haben wir Andenken und Bier in Knollen mitgenommen - so kam Luis dann eben abends im LKW zu seinem Lieblings-Bierchen :-).

 

Nachdem wir die zweithöchste Straße gefahren sind, haben wir Luis versprochen, dass wir mit dem T4 die höchste probieren. Gesagt, getan, haben wir das auch als nächstes gemacht und sind die Straße auf den Mount Blue Sky, früher Mount Evans, gefahren. Anfangs waren wir uns nicht sicher, ob die dünne Luft dem Bus Probleme bereitet, aber Luis Fazit danach war, dass dieses Auto wohl eher für trockene Höhen gemacht wurde als für die schwüle Luft in Florida: er schaffte es ohne Probleme! Stolz wie Bolle verzieh Luis ihm auch die ein oder zwei Fehlzündungen, die dann doch auf dem Aufstieg sein mussten.

 

Wir sind aus den Höhenlagen zu einem niedrigeren Campground gefahren, haben hier den hübschen, aber kühlen See mit unseren SUPs beglückt und natürlich Hygiene wie Dumpen, Wasser aufladen, an Strom anstecken etc. gemacht. Von hier aus geht es die nächsten Tage wieder weiter nach oben und Richtung Westen. Hoffentlich können wir alles sehen und machen, was wir wollen, denn es wüten immer noch diverse Feuer in den Wäldern hier.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0